the string revolution

Inspiriert von dem Buch „Twenty Thousend Years of Women‘s Work“ von Elisabeth Wayland Barber, heißt das Stück „The String Revolution“. Die Textilarchäologin und Sprachwissenschaftlerin benennt in ihrem Werk die fundamentale weltweite Bedeutung des Spinn-Handwerks, welches zur Kulturgeschichte und Entwicklung der Menschheit maßgeblich beigetragen hat. Die Handspindel sowie das Spinnrad gehörten im westlichen Kulturraum zum Alltag einer jeden Frau der unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten. Vor allem in den ländlichen Gebieten der Alpenregion kamen Frauen in den sogenannten Spinnstuben zusammen, um gemeinsam zu spinnen. Diese Form des weiblichen konzeptionellen und künstlerischen Schaffens wird noch heute in vielen Regionen Österreichs im Vergleich zu fest verankerten patriarchalen Mustern minderwertig behandelt und wurde in der Vergangenheit teilweise auch verboten. Ausgehend von der Frage wie man ein zeitgemäßes Bewusstsein für das heutige Frauenbild schaffen kann, kreieren die vier Künstlerinnen ein vierzigminütiges Bühnenstück, das sich mit den Themen „Frauennetzwerke“ und dem „Spinnen der Frau“ beschäftigt. Mit den Ausdrucksmedien Tanz, Musik und Sprache begeben sich die Künstlerinnen in einen zeitgemäßen gesellschaftlichen Diskurs.

Premiere: voraussichtlich Frühjahr 2021 Toihaus Salzburg

Kostüm- und Bühnenbild: Marie Katharina Fischer